Römische - Krippe

 

 

Ein Widerspruch - der einfache, primitive, schmutzige Stall in Judäa zur monumentalen, imperialen Architektur Roms?

Es war der römische Kaiser Augustus, der Maria und Joseph durch seine Steuerschätzung dazu zwang, nach Bethlehem zu gehen und dadurch beitrug, Gottes Wort zu erfüllen:

"Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist."
Micha 5, 1

Und gerade dieses Kind, das zusammen mit seinen Eltern in den zerfallenden Resten des Römischen Weltreiches so verloren wirkt, schenkt aus Ruinen neues Leben - echtes, ewiges, von Gott kommendens Leben.
Es ist das Evangelium - die frohe Botschaft von diesem Kind, des Sohnes Gottes, des Erlösers, des Heilands!

Das Bild der Krippe erinnert aber auch an den mächtigen Tempel Jerusalems.
Der kleine Jesus und der alte Simeon treffen hier zusammen.
Und aus dem Munde Simeons stammt das Krippenwort:
... denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen.

 

 

 

Scheunen Krippe

 

Irgendwo im schwäbischen Oberland:
Ein grosser Bauernhof, eine riesige Scheune.
Und an der Scheunenwand noch ein Anbau, ein Schuppen,
für die im Alltag weniger wichtigen Dinge ...

Hier die Krippenszene in diesem Anbau.

Ach ja, - wo haben SIE in IHREM Leben die "Krippenszene" - JESUS, untergebracht?
In Ihrem Herzen, oder auch bei anderem Gerümpel im Abstellschuppen an einer Scheunenwand?

 

 

 

Stall Krippe

 

In Gedanken die Fluren vor Bethlehem. Am Dorfrand ein paar Mauern eines vom letzten Krieg übriggebliebenen ausgebrannten Hauses. Hirten haben mit wenigen alten Balken und Brettern wieder ein Dach über die Mauern gezogen.
Ein Stall war entstanden. Menschen und Tiere sollten etwas Schutz vor der sengenden Sonne und bei Regen haben.
Sonst, wie auch heute noch bei Ställen in Israel, alles offen.
Ein jämmerlicher Schuppen!

Das Spruchband vor der Krippe mutet dabei zunächst wie Ironie an:
... und wir sahen seine Herrlichkeit ...
Joh.1, 14
Der Gegensatz zwischen göttlicher und menschlicher Sicht.
Das Geheimnis dieser Geburt! Hirten und Herren knien gemeinsam vor dem Kind, dem König, und beten an.
Tiere sind dabei. So wie damals, als Gott sie zu den Menschen brachte, daß er sie benennte...

Nürnberg, im März 1999


 

 

 

Zeit Krippe

 

 



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